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Cannabis Glossar

In der Welt des Cannabis gibt es zahlreiche Begriffe und Fachausdrücke, die oft verwirrend sein können. Dieses umfassende Glossar bietet Ihnen eine klare und präzise Übersicht über alle wichtigen Begriffe rund um Cannabis und verwandte Themen. Egal, ob Sie Einsteiger oder Experte sind – hier finden Sie verständliche Erklärungen zu allen relevanten Begriffen von A bis Z.
A

Amnesia Haze

Amnesia Haze ist eine bekannte Sativa-Sorte mit einem intensiven zitronigen Aroma. Sie weist in der Regel hohe THC-Werte auf und wird aufgrund ihres charakteristischen Profils häufig geschätzt.Ursprünglich aus südasiatischen und jamaikanischen Landrassen gezüchtet, hat sie mehrere Cannabis Cups gewonnen. Aufgrund ihres hohen Sativa-Anteils dauert die Blütezeit länger als bei Indica-Sorten, was den Anbau anspruchsvoller macht. [51]

Anbau

Der Cannabisanbau umfasst die Kultivierung der Pflanze unter verschiedenen Bedingungen, entweder indoor oder outdoor. Beim Indoor-Anbau werden künstliche Lichtquellen, Belüftung und Nährstoffe kontrolliert, um optimale Erträge zu erzielen. Der Outdoor-Anbau nutzt natürliche Sonnenenergie, benötigt jedoch ein geeignetes Klima und Schutz vor Schädlingen. Es gibt auch hydroponische Systeme, bei denen Pflanzen in einer nährstoffreichen Wasserlösung wachsen. Jeder Anbau erfordert Kenntnisse über Lichtzyklen, Nährstoffe und Feuchtigkeit, um gesunde Pflanzen mit hohem Cannabinoid-Gehalt zu erhalten. Die richtige Pflege während der Wachstums- und Blütephase bestimmt die Qualität der Ernte. [2]

Aroma

Aroma bezeichnet den Geruch und Geschmack von Cannabis, die durch Terpene beeinflusst werden. Es gibt zahlreiche Aromen wie erdig, fruchtig, süß, würzig oder dieselartig. Einige Aromen wirken entspannend, andere belebend. Das Aroma kann durch Anbau, Trocknung und Lagerung verändert werden. Hochwertiges Cannabis hat ein intensives, komplexes Aroma. Viele Konsumenten wählen ihre Sorte basierend auf dem Geruch, da dieser oft mit der gewünschten Wirkung korreliert. [4]
B

BHO (Butane Hash Oil)

Butane Hash Oil ist ein hochkonzentriertes Cannabis Extrakt, das durch Extraktion mit Butangas gewonnen wird. Es hat eine wachsartige bis glasartige Konsistenz und kann sehr hohe THC-Konzentrationen aufweisen, oft über 70 %. BHO wird durch verschiedene Methoden weiterverarbeitet und kann in Form von Shatter, Wax oder Budder vorliegen. Die Extraktion muss unter kontrollierten Bedingungen erfolgen, da Butangas explosiv ist. Die Reinheit hängt von der Qualität der Extraktion und der anschließenden Reinigung ab. Aufgrund seiner Zusammensetzung und Herstellungsweise wird BHO in der Regel nicht für den medizinischen Gebrauch verwendet. [5]

Blüten

Cannabisblüten sind die harzreichen Teile der Pflanze, die die höchste Konzentration an Cannabinoiden enthalten. Sie werden nach der Ernte getrocknet und entweder als Ganzes konsumiert oder weiterverarbeitet. Blüten gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Dichten, je nach Genetik der Sorte. Hochwertige Blüten sind dicht, mit vielen Trichomen bedeckt und haben ein intensives Aroma. Sie können verdampft, zu Konzentraten verarbeitet oder zur Zubereitung von Tee verwendet werden. Die Potenz variiert je nach THC- und CBD-Gehalt. Blüten müssen richtig getrocknet und gelagert werden, um ihre Qualität zu erhalten und Schimmelbildung zu vermeiden. [6]

Blütephase

Die Blütephase ist die entscheidende Phase im Cannabis-Wachstum, in der die Pflanze Blüten bildet. Sie beginnt, wenn die Lichtdauer reduziert wird, meist auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit. Während dieser Zeit entwickeln sich Trichome, die Cannabinoide wie THC und CBD enthalten. Die Blütephase dauert je nach Sorte zwischen 6 und 12 Wochen. Indica Sorten blühen schneller als Sativas. Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffe beeinflussen die Qualität der Blüten. Am Ende der Blüte erfolgt die Ernte, gefolgt von Trocknung und Aushärtung für maximalen Geschmack und Wirkung. [7]

Breeding(Züchtung)

Breeding ist die gezielte Kreuzung von Cannabissorten zur Entwicklung neuer Strains mit spezifischen Eigenschaften. Man züchtet Pflanzen für höhere Potenz, bessere Resistenz oder besondere Aromen. Bekannte Strains wie Blue Dream, Gelato und Gorilla Glue entstanden durch Breeding. Dabei wählt man männliche und weibliche Pflanzen mit erwünschten Merkmalen und kreuzt sie durch Bestäubung. Nicht alle Pflanzen eignen sich, oft werden stabile Hybride bevorzugt. Genetik, Blütezeit und Cannabinoid-Profile sind entscheidend, denn das Ziel ist, starke, stabile Pflanzen zu erschaffen, die gleichbleibende Qualität liefern. [8]

Bud

Der Begriff 'Bud' ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Cannabisblüten und stammt aus den USA. Er wurde in den 1970er Jahren populär, als Cannabis zunehmend in der Hippie- und Reggae-Kultur verbreitet war. Das Wort bedeutet wörtlich 'Knospe' und beschreibt die harzigen Blüten der Pflanze, die am stärksten Cannabinoide enthalten. Bud bleibt ein zentraler Begriff in der Cannabis-Kultur und wird weltweit verstanden. [10]
C

Cannabis

Cannabis Rezept online

Möglichkeit, ein ärztliches Rezept für medizinisches Cannabis per Videosprechstunde über Telemedizin-Plattformen zu erhalten. Nach ärztlicher Einschätzung wird das Rezept digital ausgestellt und meist direkt an eine Apotheke übermittelt. [52]

CBD (Cannabidiol)

CBD (Cannabidiol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das in der Cannabis Pflanze vorkommt. Es interagiert mit dem Endocannabinoid-System und kann potenziell entzündungshemmende, schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften haben. Anders als THC verursacht CBD kein “High”. Es wird häufig in Ölen, Kapseln, Cremes und Lebensmitteln verwendet. Wissenschaftliche Studien untersuchen seine möglichen Vorteile bei Angst, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen. CBD kann aus Hanf oder medizinischem Cannabis extrahiert werden. Es ist in vielen Ländern legal und wird oft als natürliche Alternative zu herkömmlichen Medikamenten genutzt. [12][13][44]

CBG (Cannabigerol)

CBG (Cannabigerol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das als Vorläufer für THC, CBD und CBN dient. Während der frühen Wachstumsphase wird Cannabigerolsäure (CBGA) produziert, die sich später in andere Cannabinoide umwandelt. Da dieser Prozess fortschreitet, bleibt nur eine geringe Menge CBG in ausgereiften Blüten erhalten. Es wird für seine potenziell entzündungshemmenden, antibakteriellen und neuroprotektiven Eigenschaften erforscht. Aufgrund seiner geringen Konzentration ist die Extraktion aufwändig. Es findet Anwendung in Ölen und medizinischen Präparaten und wird zunehmend für therapeutische Zwecke genutzt, insbesondere bei chronischen Schmerzen, Darmerkrankungen und neurodegenerativen Leiden. [42]

CBN (Cannabinol)

CBN (Cannabinol) ist ein Cannabinoid, das durch den natürlichen Abbau von THC entsteht, wenn Cannabis altert oder Sauerstoff und Licht ausgesetzt werden. Es ist nur schwach psychoaktiv, hat aber eine potenziell beruhigende Wirkung, weshalb es häufig mit Schlafförderung in Verbindung gebracht wird. CBN wird für seine möglichen entzündungshemmenden, antibakteriellen und schmerzlindernden Eigenschaften erforscht. Mit der Zeit nimmt der THC-Gehalt in Cannabis ab und wandelt sich in CBN um, weshalb ältere Blüten und Konzentrate oft mehr CBN enthalten. Aufgrund dieser Wirkung wird es in einigen Präparaten für Schlafstörungen oder Entspannung genutzt.[44][45]

Cannabis Indica

Cannabis Indica ist eine der Hauptarten der Cannabispflanze und stammt ursprünglich aus den Bergregionen Asiens, insbesondere aus Afghanistan, Pakistan und Indien. Indica-Pflanzen sind in der Regel klein, buschig und haben breite, dunkle Blätter. Sie zeichnen sich durch eine kürzere Blütezeit aus und sind bekannt für ihre entspannende, beruhigende Wirkung, weshalb sie oft abends oder zur Schmerzlinderung genutzt werden [14]. Viele medizinische Cannabissorten basieren auf Indica-Genetik, da sie potenziell Muskelverspannungen lösen und den Schlaf fördern können. Typische Indica-Sorten sind Hindu Kush, Mac Doughnut und Hindu Kush. [47]

Cannabis Sativa

Cannabis Sativa ist eine hochwachsende Cannabissorte mit schmalen Blättern und längerer Blütezeit. Ursprünglich aus tropischen Regionen wie Südamerika und Südostasien stammend, ist sie für ihre belebenden und energetisierenden Effekte bekannt. Sativa Sorten fördern oft Kreativität, Konzentration und soziale Interaktion, weshalb sie tagsüber bevorzugt werden. Sie enthalten häufig höhere Terpengehalte wie Limonen, die ein frisches Aroma verleihen. Aufgrund der längeren Blütezeit und des hohen Wuchses benötigen sie mehr Platz und sind schwieriger anzubauen als Indica Sorten. Beliebte Sativa Sorten sind Jack Herer, Amnesia Haze und Durban Poison. [47]

Cannabinoide

Cannabinoide sind chemische Verbindungen in der Cannabispflanze, die mit dem menschlichen Endocannabinoid-System interagieren und verschiedene physiologische Prozesse beeinflussen. Die bekanntesten sind THC, das psychoaktive Wirkungen erzeugt, und CBD, das potenziell entspannende Eigenschaften hat. Weitere Cannabinoide wie CBG, CBN und CBC werden für ihre medizinischen Potenziale erforscht. Sie binden an CB1- und CB2-Rezeptoren im Körper und können Schmerz, Entzündungen, Appetit und Stimmung regulieren. Cannabinoide kommen in unterschiedlichen Mengen vor und entwickeln sich je nach Sorte und Wachstumsphase. Sie werden in Form von Blüten, Extrakten oder Ölen konsumiert. [11][43]

Cannabis Extrakte

Cannabis Extrakte sind konzentrierte Produkte, die durch die Extraktion von Cannabinoiden, Terpenen und anderen Wirkstoffen aus der Cannabispflanze gewonnen werden. Im Gegensatz zu getrockneten Blüten enthalten sie eine höhere Konzentration an Wirkstoffen wie THC und CBD, was zu einer stärkeren und gezielteren Wirkung führt. Die Extraktion kann mit verschiedenen Methoden erfolgen, darunter CO₂-Extraktion, Ethanol-Extraktion oder Butan-Hash-Öl (BHO)-Verfahren. Cannabisextrakte gibt es in unterschiedlichen Formen, darunter Öle, Tinkturen, Harze und Wachse, die je nach Anwendung entweder oral, sublingual, durch Inhalation oder topisch genutzt werden können. [15][18]

Cannabis Öle

Cannabis Öle sind flüssige Extrakte, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden und je nach Herstellungsverfahren unterschiedliche Konzentrationen an Cannabinoiden wie THC und CBD enthalten. Sie werden oft mit Trägerölen wie Hanfsamen-, MCT- oder Olivenöl vermischt, um die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe zu verbessern. Im Vergleich zu anderen Cannabisprodukten ermöglichen Öle eine präzise Dosierung und eine vielseitige Anwendung, etwa sublingual, oral oder als Zutat in Lebensmitteln. Die Wirkung setzt im Gegensatz zum Rauchen verzögert ein, hält aber länger an. Je nach Zusammensetzung werden sie medizinisch oder als Wellness Produkt genutzt. [15]
D

Decarboxylierung

Die Decarboxylierung ist ein chemischer Prozess, bei dem Cannabinoide wie THC und CBD durch Erhitzen aktiviert werden. In rohem Cannabis liegen sie in ihrer sauren Form (THCA, CBDA) vor und haben keine psychoaktive Wirkung. Durch Erhitzung bei etwa 105–120 °C wird eine Carboxylgruppe abgespalten, wodurch THC und CBD bioverfügbar und wirksam werden. Dies geschieht beim Rauchen, Verdampfen oder durch gezieltes Erhitzen im Backofen für Edibles. Ohne Decarboxylierung entfaltet Cannabis nicht seine volle Wirkung, weshalb dieser Schritt essenziell für die Herstellung von essbaren und medizinischen Cannabisprodukten ist. [17]

Dabben/Dabbing

Dabbing ist eine Methode des Cannabiskonsums, bei der hochkonzentrierte Extrakte wie Wax, Shatter oder Live Resin durch Erhitzen verdampft und inhaliert werden. Dabei wird das Konzentrat auf eine erhitzte Oberfläche, meist einen Dabber-Nagel aus Quarz oder Titan, gegeben und der entstehende Dampf direkt eingeatmet. Diese Methode ermöglicht eine schnelle und intensive Wirkung, da Konzentrate oft sehr hohe THC-Werte enthalten. Dabben erfordert spezielle Ausrüstung wie einen Dab Rig oder einen E-Nail. Aufgrund der starken Wirkung ist diese Konsumform eher für erfahrene Nutzer geeignet, die eine schnelle Aufnahme und hohe Potenz bevorzugen. [5][18]

Dronabinol

Dronabinol ist die pharmazeutische Bezeichnung für synthetisches oder aus Cannabis extrahiertes THC, das medizinisch genutzt wird. Es wird zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und chronischen Schmerzen verschrieben, insbesondere bei Krebspatienten oder Menschen mit HIV/AIDS. Dronabinol wirkt über die CB1-Rezeptoren im Gehirn und kann eine appetitanregende sowie schmerzlindernde Wirkung haben. Es ist in vielen Ländern rezeptpflichtig und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Das Medikament ist meist in Kapselform oder als Tropfen erhältlich und wird unter ärztlicher Aufsicht verwendet, da es psychoaktive Effekte haben kann. [19]
E

Edibles

Edibles sind mit Cannabis versetzte Lebensmittel, die THC oder CBD enthalten und eine langanhaltende Wirkung haben. Zu den beliebtesten Edibles gehören Gummibärchen, Schokolade, Kekse und Getränke. Im Gegensatz zum Rauchen muss der Wirkstoff erst über den Verdauungstrakt aufgenommen und in der Leber verarbeitet werden, weshalb die Wirkung oft erst nach 30 bis 90 Minuten einsetzt. Sie hält jedoch länger an und kann intensiver sein. Die Dosierung ist entscheidend, da eine zu hohe Menge starke Effekte verursachen kann. Edibles werden auch für medizinische Zwecke genutzt und sind in verschiedenen Stärken erhältlich. [10]

Endocannabinoid System (ECS)

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein biologisches Netzwerk aus Rezeptoren, Enzymen und körpereigenen Endocannabinoiden, das zahlreiche Funktionen wie Schmerzregulation, Immunsystem, Schlaf und Stimmung beeinflusst. Es besteht aus CB1- und CB2-Rezeptoren, die sich im Gehirn, Nervensystem und Organen befinden. Cannabinoide wie THC und CBD interagieren mit diesen Rezeptoren und können verschiedene physiologische Effekte auslösen. Der Körper produziert eigene Endocannabinoide, die an der Regulation des Gleichgewichts beteiligt sind. Das ECS spielt eine wichtige Rolle in der Homöostase und wird zunehmend für therapeutische Anwendungen erforscht. [48]

Entourage Effekt

Der Entourage Effekt beschreibt das Zusammenspiel von Cannabinoiden, Terpenen und anderen Pflanzenstoffen, die gemeinsam eine stärkere oder veränderte Wirkung erzielen als isolierte Substanzen. THC, CBD, CBG und CBN interagieren mit Terpenen wie Myrcen oder Limonen und beeinflussen so die therapeutischen Effekte. Studien legen nahe, dass Vollspektrum-Extrakte wirksamer sein können als einzelne Cannabinoide, da sie das natürliche Gleichgewicht der Pflanze erhalten. Der Entourage-Effekt wird besonders in der Medizin erforscht, da er die Wirkung von Cannabis gezielt optimieren könnte und möglicherweise Nebenwirkungen einzelner Cannabinoide abmildert. [16]

Extraktion

Die Extraktion ist der Prozess, bei dem Cannabinoide, Terpene und andere wertvolle Verbindungen aus der Cannabispflanze isoliert werden. Es gibt verschiedene Methoden, darunter CO₂-Extraktion, Ethanolextraktion und Butan-Hash-Öl (BHO), die sich in Reinheit und Effizienz unterscheiden. Die Wahl der Technik beeinflusst die Qualität des Endprodukts, das als Öl, Wachs oder Harz weiterverarbeitet wird. Hochwertige Extrakte enthalten ein vollständiges Spektrum an Cannabinoiden oder sind auf einzelne Verbindungen konzentriert. [17]
F

Full-Spectrum (Vollspektrum)

Full-Spectrum-Extrakte enthalten das vollständige Spektrum natürlicher Cannabinoide, Terpene und Flavonoide der Cannabispflanze. Im Gegensatz zu Isolaten oder Breitbandextrakten bleibt die natürliche Zusammensetzung erhalten, was den Entourage Effekt fördert. Dies kann die Wirkung von THC, CBD, CBG und anderen Cannabinoiden verstärken und ausgewogener gestalten. Full-Spectrum-Produkte sind in Form von Ölen, Konzentraten oder Tinkturen erhältlich und werden für medizinische sowie freizeitliche Zwecke genutzt. Aufgrund des enthaltenen THC-Gehalts sind sie in manchen Ländern reguliert und erfordern eine rechtliche Prüfung vor der Nutzung. [20]

Flavonoide

Flavonoide sind pflanzliche Verbindungen, die in Cannabis und vielen anderen Pflanzen vorkommen. Sie tragen zur Farbe, zum Geschmack und möglicherweise zur Wirkung der Pflanze bei. Über 20 Flavonoide wurden in Cannabis identifiziert, darunter Quercetin, Apigenin und Cannaflavine, die entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften haben könnten. Neben Terpenen und Cannabinoiden spielen sie eine Rolle im Entourage Effekt, indem sie die Wirkung von THC und CBD beeinflussen. Flavonoide schützen die Pflanze vor UV-Strahlung und Schädlingen, während sie gleichzeitig das Aroma und die medizinische Wirkung von Cannabisprodukten mitgestalten. [21][16]
G

Genetik

Die Genetik einer Cannabispflanze bestimmt ihr Wachstum, die Blütezeit, den Cannabinoid- und Terpengehalt sowie ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Durch gezieltes Breeding entstehen Sorten mit besonderen Eigenschaften, wie hoher THC-Gehalt oder spezifischen Aromen. Hybride kombinieren Indica- und Sativa-Gene, um gewünschte Effekte zu erzielen. Landrassen wie Afghan Kush oder Durban Poison gelten als ursprüngliche Genetiken. Eine stabile Genetik ist entscheidend, da sie gleichbleibenden Ertrag und eine konstante Potenz sicherstellt. Instabile Genetiken führen zu unvorhersehbaren Ergebnissen, weshalb eine sorgfältige Selektion der Elternpflanzen essenziell ist. [49]

Gorilla Glue

Gorilla Glue, offiziell als Original Glue (GG4) bekannt, ist eine preisgekrönte Hybrid Sorte mit hoher Harzproduktion und extrem klebrigen Blüten. Sie entstand aus den Kreuzungen Chem’s Sister, Sour Dubb und Chocolate Diesel. Ihre Wirkung ist stark entspannend, körperbetont und oft sedierend, weshalb sie eher für den Abend empfohlen wird. Das Aroma ist erdig mit Noten von Schokolade und Kaffee. Aufgrund ihres hohen THC-Gehalts von über 25 % eignet sie sich eher für erfahrene Konsumenten. Gorilla Glue ist beliebt für ihre langanhaltende, tief entspannende Wirkung, die Stress und Schmerzen lindern kann. [22]

Gras

Der Begriff „Gras“ als umgangssprachliche Bezeichnung für Cannabis stammt aus dem deutschen Sprachraum und bezieht sich auf das äußere Erscheinungsbild der Pflanze, das an herkömmliches Gras erinnert. In anderen Sprachen existieren ähnliche Begriffe, wie „weed“ im Englischen, das ebenfalls „Unkraut“ oder „Gras“ bedeutet. Die Bezeichnung wurde besonders durch Subkulturen, Musik und die Popkultur geprägt und gehört heute zu den bekanntesten Synonymen für die getrockneten Blüten der Cannabispflanze. [10]

Grinder

Ein Grinder ist ein Werkzeug zum Zerkleinern von Cannabisblüten, um eine gleichmäßige Konsistenz für das Rauchen oder Verdampfen zu erhalten. Er besteht meist aus zwei oder mehr Kammern mit Metall- oder Kunststoffzähnen, die die Blüten durch Drehbewegung zerkleinern. Hochwertige Grinder haben ein Sieb, das feines Kief auffängt. Sie bestehen aus Metall, Kunststoff oder Holz und variieren in Größe und Design. Die Nutzung eines Grinders verbessert den Luftstrom beim Rauchen und sorgt für eine gleichmäßige Verbrennung, wodurch das Aroma und die Wirkung des Cannabis besser zur Geltung kommen. [23]

Germination (Keimung)

Germination, oder Keimung, ist der erste Schritt beim Anbau von Cannabis, bei dem der Samen aufbricht und ein Keimling entsteht. Dieser Prozess beginnt, wenn der Samen mit Feuchtigkeit, Wärme und Sauerstoff versorgt wird. Die häufigsten Methoden zur Keimung sind das Einweichen in Wasser, das Verwenden feuchter Papiertücher oder das direkte Einpflanzen in Erde. Nach wenigen Tagen bildet sich eine Wurzel, gefolgt von den ersten Blättern. Eine erfolgreiche Keimung ist entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum und eine starke Wurzelentwicklung, die später die Nährstoffaufnahme verbessert. [24]
H

Haschisch

Haschisch ist ein Cannabisprodukt, das aus den harzreichen Trichomen der Pflanze gewonnen wird. Es enthält hohe Konzentrationen an Cannabinoiden, insbesondere THC, und wird durch mechanisches Sieben oder die Extraktion mit Wasser oder Lösungsmitteln hergestellt. Das Harz wird anschließend zu Blöcken oder Platten gepresst. Je nach Herkunft und Herstellungsweise variiert Haschisch in Farbe, Textur und Potenz. Traditionelle Produktionsgebiete sind Marokko, Afghanistan und Indien. Es wird meist geraucht oder verdampft, kann aber auch in Edibles verarbeitet werden. Aufgrund seiner hohen THC-Konzentration ist Haschisch besonders potent und hat eine langanhaltende Wirkung. [10]

Hanf (Hemp)

Hanf ist eine Varietät der Cannabispflanze (Cannabis sativa), die einen sehr niedrigen THC-Gehalt (< 0,3 %) aufweist und daher keine psychoaktive Wirkung hat. Er wird seit Jahrtausenden für industrielle, medizinische und ernährungsphysiologische Zwecke genutzt. Die Fasern werden zur Herstellung von Textilien, Papier und Baustoffen verwendet, während die Samen als nährstoffreiche Nahrungsquelle dienen. Hanf enthält zudem hohe Mengen an CBD, das potenzielle therapeutische Eigenschaften besitzt. Aufgrund seiner ökologischen Nachhaltigkeit ist Hanf eine vielseitige Pflanze mit wachsender Bedeutung in der Landwirtschaft, Medizin und Industrie. [50]

Hybrid

Der Begriff Hybrid bezeichnet hybride Cannabissorten, die durch die Kreuzung von Sativa- und Indica-Pflanzen entstehen, um spezifische Eigenschaften zu kombinieren. Je nach genetischer Dominanz unterscheidet man Sativa-dominante, Indica-dominante und ausgewogene Hybride. Sie können das stimulierende High von Sativas mit der entspannenden Wirkung von Indicas verbinden und somit vielseitige Effekte bieten. Viele moderne Cannabis-Sorten sind Hybride, da sie gezielt für bestimmte Wirkungen, Aromen oder medizinische Anwendungen gezüchtet werden. Bekannte Hybride sind Gelato, Wedding Cake und Gorilla Glue. [2][8]

Hydroponik

Der Begriff Hydroponik bezeichnet eine Anbaumethode, bei der Cannabispflanzen ohne Erde in einer nährstoffreichen Wasserlösung wachsen. Statt Erde dienen inerten Substrate wie Kokosfasern, Blähton oder Steinwolle als Stütze für die Wurzeln. Diese Technik ermöglicht eine präzise Kontrolle über Nährstoffe, pH-Wert und Wasseraufnahme, wodurch das Wachstum optimiert und der Ertrag gesteigert werden kann. Hydroponische Systeme wie Deep Water Culture (DWC), NFT (Nutrient Film Technique) oder Aeroponik bieten höhere Wachstumsraten und vermeiden Bodenkrankheiten. Aufgrund der technischen Anforderungen ist Hydroponik besonders für erfahrene Züchter geeignet. [25]
I

Indoor Anbau

Beim Indoor-Anbau wird Cannabis in geschlossenen Räumen unter künstlichem Licht kultiviert. Diese Methode erlaubt eine präzise Steuerung von Lichtzyklen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffen, wodurch optimale Wachstumsbedingungen geschaffen werden. Beleuchtungssysteme wie LEDs, HPS- oder CMH-Lampen simulieren das Sonnenlicht und beeinflussen das Pflanzenwachstum. Indoor-Anbau schützt vor Witterung und Schädlingen, erfordert jedoch eine gute Belüftung und Geruchskontrolle. Obwohl der Energieverbrauch höher ist als beim Outdoor-Anbau, ermöglicht diese Methode gleichbleibende Erträge und eine hohe Qualität der Blüten, unabhängig von äußeren Umweltbedingungen. [2][8]

Isolat

Isolat ist ein hochreines Cannabinoid-Extrakt, das ausschließlich einen einzelnen Wirkstoff enthält, ohne Terpene, Flavonoide oder andere Pflanzenstoffe. Das bekannteste Beispiel ist CBD-Isolat, das zu mindestens 99 % reines Cannabidiol (CBD) enthält und keine psychoaktiven Effekte hat. Isolate werden meist durch CO₂- oder Ethanolextraktion gewonnen und anschließend durch Chromatographie weiter gereinigt. Sie liegen in kristalliner oder pulverförmiger Form vor und eignen sich für die Herstellung von Ölen, Kapseln oder kosmetischen Produkten. Aufgrund der fehlenden Begleitstoffe entfällt der Entourage-Effekt, wodurch die Wirkung anders ausfallen kann als bei Vollspektrum-Extrakten. [26]
J

Joint

Ein Joint ist eine handgedrehte Zigarette, die Cannabisblüten enthält und oft mit Tabak oder anderen Kräutern gemischt wird. Der Name stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „Verbindung“ oder „Verknüpfung“, was sich auf das Mischen von Cannabis mit anderen Substanzen beziehen könnte. Die Bezeichnung wurde in den 1920er Jahren in den USA populär, als Cannabis-Konsum in Jazz- und Künstlerkreisen verbreitet war. Joints werden in dünnem Papier (z. B. Hanf- oder Reispapier) gerollt und oft mit einem Filter (Tip) versehen. Sie sind eine der am weitesten verbreiteten Konsumformen von Cannabis. [10]
K

Kief

Kief bezeichnet das feine, kristallartige Harzpulver, das hauptsächlich aus Trichomen besteht und sich beim Mahlen von Cannabisblüten sammelt. Trichome sind die harzproduzierenden Drüsen der Pflanze, die eine hohe Konzentration an THC, CBD und Terpenen enthalten. Kief wird oft in Grindern mit Sieb gesammelt und kann pur geraucht, verdampft oder zur Herstellung von Haschisch und anderen Cannabisextrakten verwendet werden. Aufgrund seines hohen Cannabinoidgehalts ist Kief besonders potent. [10]

Kush

Kush bezeichnet eine berühmte Cannabis-Familie, deren Ursprung im Hindukusch-Gebirge liegt, das sich über Afghanistan, Pakistan und Nordindien erstreckt. Kush-Sorten sind meist Indica-dominant und bekannt für ihre kompakte Wuchsform, dichten Blüten und hohe Harzproduktion. Typisch für Kush-Varianten sind ein erdiges, würziges Aroma mit Noten von Pinie, Zitrone oder Pfeffer sowie eine stark entspannende, oft sedierende Wirkung. Sie werden häufig für ihre möglichen schmerzlindernden und schlaffördernden Eigenschaften geschätzt. Bekannte Kush-Sorten sind OG Kush, Master Kush, Hindu Kush und Bubba Kush. [10]
L

Limonen

Limonen ist ein häufig vorkommendes Terpen in Cannabis, das für sein zitrusartiges Aroma bekannt ist. Es kommt nicht nur in Cannabis, sondern auch in Zitrusfrüchten wie Zitronen, Orangen und Limetten vor. Studien legen nahe, dass Limonen potenziell stimmungsaufhellende, stressreduzierende und entzündungshemmende Eigenschaften haben könnte. Zudem wird es für seine mögliche Wirkung auf das Serotonin- und Dopaminsystem erforscht, was zu einem verbesserten Wohlbefinden beitragen könnte. Limonen findet Anwendung in Aromatherapie, Kosmetik und Medizin. Cannabis-Sorten mit hohem Limonen-Gehalt sind oft belebend und eignen sich für den Tagesgebrauch. [27]

Linalool

Linalool ist ein natürlich vorkommendes Terpen in Cannabis, das für sein blumiges, leicht lavendelartiges Aroma bekannt ist. Neben Cannabis findet man es auch in Lavendel, Koriander und Rosenholz. Es wird mit beruhigenden, angstlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht und ist daher ein häufig genutzter Bestandteil in Aromatherapie und Naturmedizin. Studien legen nahe, dass Linalool eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben könnte, was zur Entspannung und Schlafförderung beiträgt. Sorten mit hohem Linalool-Gehalt werden oft für Stressabbau und Schlafunterstützung genutzt. [27]

Live Resin

Live Resin ist ein Cannabiskonzentrat, das aus frisch geernteten und direkt eingefrorenen Pflanzen gewonnen wird, wodurch besonders viele Terpene erhalten bleiben. Dieses Verfahren sorgt für ein intensives Aroma und eine starke Geschmacksentfaltung, da keine Trocknung oder Aushärtung stattfindet, die sonst Terpene abbauen könnte. Die Extraktion erfolgt meist mit Butan oder CO₂, was zu einer weichen, oft klebrigen Konsistenz führt. Aufgrund seines hohen Terpen- und Cannabinoidgehalts gilt es als besonders hochwertig und wird von Kennern geschätzt, die Wert auf ein möglichst unverfälschtes und aromatisches Cannabis-Erlebnis legen. [28]
M

Medizinisches Cannabis

Medizinisches Cannabis bezeichnet den gezielten Einsatz von Cannabis und seinen Wirkstoffen wie THC und CBD zur Linderung von Symptomen und Behandlung verschiedener Erkrankungen. Es kann bei chronischen Schmerzen, Epilepsie, Multipler Sklerose, Übelkeit durch Chemotherapie und anderen Beschwerden eingesetzt werden. Abhängig von der Gesetzgebung eines Landes ist es in unterschiedlichen Formen erhältlich, darunter Blüten, Öle, Kapseln oder Extrakte. Die medizinische Anwendung erfordert in der Regel eine ärztliche Verschreibung und unterliegt strengen Qualitätskontrollen, um eine gleichbleibende Wirksamkeit und Sicherheit für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. [29][30][31]

Moon Rocks

Moon Rocks sind besonders potente Cannabisprodukte, die aus hochwertigen Blüten bestehen, die zunächst mit konzentriertem Cannabisöl überzogen und anschließend in Kief gewälzt werden. Diese Kombination führt zu einem extrem hohen Gehalt an Cannabinoiden, insbesondere THC, was sie besonders stark macht. Durch die ölgetränkte Struktur brennen sie langsamer und erzeugen einen intensiven, langanhaltenden Effekt. Aufgrund ihrer hohen Potenz sind sie vor allem für erfahrene Konsumenten geeignet, die eine starke und nachhaltige Wirkung suchen. Moon Rocks werden meist in kleinen Mengen konsumiert, da sie deutlich stärker als herkömmliche Blüten sind. [32]
N

Northern Lights

Northern Lights ist eine der bekanntesten und meistgeschätzten Indica-dominanten Cannabissorten, die für ihre tief entspannende und beruhigende Wirkung bekannt ist. Sie zeichnet sich durch dichte, harzige Blüten und ein komplexes Aroma aus, das süße, erdige und würzige Noten kombiniert. Aufgrund ihres hohen Gehalts an THC wird sie häufig zur Linderung von Stress, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen eingesetzt. Die genetischen Ursprünge dieser Sorte lassen sich auf afghanische und thailändische Landrassen zurückführen, was ihre robuste Wachstumsstruktur und ihre hohe Widerstandsfähigkeit ausmacht. Northern Lights hat zahlreiche Cannabispreise gewonnen und bleibt eine der beliebtesten Sorten unter Konsumenten weltweit. [22]

Nug

Eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Cannabisblüte. [10]
O

OG Kush

OG Kush ist eine Indica-dominante Hybridsorte, die aus einer Kreuzung von Hindu Kush und Chemdawg hervorgegangen sein soll. Sie wurde in den frühen 1990er-Jahren erstmals vom Züchter Matt „Bubba“ Berger kultiviert und erlangte schnell Popularität. Ihr Aroma kombiniert erdige und zitrusartige Noten mit würzigen Untertönen, während ihre Wirkung eine Mischung aus mentaler Euphorie und tiefer körperlicher Entspannung bietet. Aufgrund ihrer genetischen Stabilität und Potenz diente sie als Grundlage für zahlreiche weitere Cannabissorten und bleibt eine der einflussreichsten Hybride auf dem Markt.

Outdoor Anbau

Outdoor-Anbau ist eine Methode des Cannabisanbaus, bei der die Pflanzen im Freien unter natürlichen Licht- und Klimabedingungen wachsen. Im Gegensatz zum Indoor-Anbau, bei dem künstliche Beleuchtung und kontrollierte Umgebungen genutzt werden, sind Outdoor-Pflanzen den Jahreszeiten und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das führt oft zu größeren Pflanzen mit kräftigeren Stämmen, aber auch zu längeren Blütezeiten. Während der Energieverbrauch geringer ist und die Pflanzen durch das natürliche Sonnenlicht ein breiteres Terpenprofil entwickeln, steigt gleichzeitig das Risiko für Schädlinge und Umweltfaktoren, die den Ertrag und die Qualität beeinflussen können. [2][8]
P

Phänotyp

Der Phänotyp einer Cannabispflanze beschreibt ihre äußeren und messbaren Eigenschaften, die sowohl von der Genetik als auch von Umweltfaktoren beeinflusst werden. Dazu gehören Merkmale wie Wuchshöhe, Blütenform, Farbe, Harzproduktion, Aroma und Cannabinoidgehalt. Obwohl Pflanzen derselben Sorte den gleichen genetischen Bauplan (Genotyp) haben, können sie je nach Licht, Temperatur, Nährstoffversorgung und anderen äußeren Bedingungen unterschiedlich aussehen und wirken. Deshalb können zwei Pflanzen derselben Sorte unter verschiedenen Anbaubedingungen leicht abweichende Eigenschaften entwickeln. In der Zucht werden bestimmte Phänotypen gezielt ausgewählt, um gewünschte Merkmale zu verstärken. [33][34]

Pestizidfrei

Pestizidfrei bedeutet, dass beim Anbau von Cannabis keine chemischen Mittel zur Schädlings- oder Unkrautbekämpfung eingesetzt wurden. Pestizide sind Stoffe, die Pflanzen vor Insekten, Pilzen oder anderen Schädlingen schützen, jedoch Rückstände hinterlassen können, die potenziell gesundheitsschädlich sind. Beim pestizidfreien Anbau werden stattdessen natürliche Methoden wie Nützlinge, biologische Präparate oder mechanische Schutzmaßnahmen verwendet. Besonders in der medizinischen Nutzung ist dies wichtig, da chemische Rückstände beim Konsum problematisch sein können. Strenge Labortests und Zertifizierungen helfen dabei, sicherzustellen, dass ein Produkt tatsächlich frei von Pestiziden ist. [35]

Pre Rolls

Pre-Rolls sind bereits vorgedrehte Cannabis-Joints (mit gemahlenem Cannabis gefüllte Rauchwaren), die direkt konsumierbar sind. Sie bieten eine bequeme Alternative zum manuellen Drehen und sind in verschiedenen Größen, Mischungen und Potenzen erhältlich. Während einige Pre-Rolls aus hochwertigen Blüten bestehen, enthalten andere Trim oder Shake, was die Qualität beeinflussen kann. Manche Varianten sind zusätzlich mit Konzentraten wie Kief oder Wax veredelt, um eine intensivere Wirkung zu erzielen. Besonders praktisch sind sie für Konsumenten, die Zeit sparen oder keine eigenen Joints drehen möchten. [36]
Q

Quercetin

Quercetin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid, das in Cannabis sowie in vielen anderen Pflanzen zu finden ist. Es ist bekannt für seine antioxidativen, entzündungshemmenden und antiviralen Eigenschaften, die zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beitragen können. In Cannabis trägt Quercetin möglicherweise zur Gesamtwirkung des Entourage-Effekts bei, indem es mit anderen Cannabinoiden und Terpenen interagiert. Neben Cannabis kommt es auch in Lebensmitteln wie Zwiebeln, Äpfeln, Beeren und grünem Tee vor. Aufgrund seiner potenziellen gesundheitlichen Vorteile wird es häufig in Nahrungsergänzungsmitteln und Naturheilmitteln eingesetzt. [41]
R

Ruderalis

Ruderalis ist eine wild wachsende Cannabisart, die sich von Indica und Sativa durch ihre Autoflowering-Eigenschaft unterscheidet. Im Gegensatz zu anderen Cannabisarten, die ihren Blütezyklus von der Lichtdauer abhängig machen, beginnt Ruderalis unabhängig davon nach einer bestimmten Wachstumszeit zu blühen. Diese Anpassung entstand durch ihr natürliches Vorkommen in kälteren Regionen wie Russland, Zentralasien und Osteuropa, wo die Sommer kurz sind und Pflanzen schnell reifen müssen. Aufgrund ihres niedrigen THC-Gehalts wird sie selten für den direkten Konsum genutzt, jedoch häufig mit anderen Sorten gekreuzt, um autoflowering Hybride zu züchten, die pflegeleicht und widerstandsfähig sind. [40]

Runtz

Runtz ist eine beliebte moderne Hybridsorte, die für ihr tropisches, bonbonartiges Aroma und ihre ausgewogene Mischung aus Indica- und Sativa-Eigenschaften bekannt ist. Sie entstand aus der Kreuzung von Zkittlez und Gelato, zwei aromaintensiven Sorten, die ihr ein süßes, fruchtiges Geschmacksprofil verleihen. Ursprünglich in Kalifornien gezüchtet, erlangte Runtz schnell Popularität aufgrund ihres hohen THC-Gehalts und ihrer langanhaltenden Wirkung, die sowohl euphorisierend als auch entspannend sein kann. Sie ist in verschiedenen Varianten wie White Runtz und Pink Runtz erhältlich, die sich durch leichte Unterschiede in Aroma und Wirkung auszeichnen. [22]
S

Sativa

Sativa ist eine Cannabisart, die für ihre anregenden und energetischen Wirkungen bekannt ist und häufig mit mentaler Klarheit, Kreativität und gesteigerter Konzentration assoziiert wird. Im Vergleich zu Indica-Pflanzen wachsen Sativa-Pflanzen höher und haben schmalere Blätter. Sie enthalten oft einen höheren THC- und niedrigeren CBD-Gehalt, was sie besonders für den Konsum am Tag geeignet macht. Ihre Wirkung wird häufig mit einer verbesserten Stimmung und erhöhter Motivation beschrieben, weshalb sie in der medizinischen Nutzung oft bei Stress, Depressionen und Müdigkeit eingesetzt wird. Die Blütezeit ist in der Regel länger als bei Indica-Sorten. Drei bekannte Sativa-Sorten sind Durban Poison, Jack Herer und Super Silver Haze. [7][48]

Shatter

Shatter ist ein hochpotentes Cannabis-Konzentrat, das durch seine harte, glasartige Konsistenz gekennzeichnet ist. Es entsteht durch die Extraktion von Cannabinoiden und Terpenen mithilfe von Lösungsmitteln wie Butan oder CO₂, wobei unerwünschte Pflanzenstoffe entfernt werden. Das Ergebnis ist ein durchsichtiges, bernsteinfarbenes Konzentrat, das bei Zimmertemperatur fest, aber spröde ist und leicht zerbrechen kann – daher der Name „Shatter“ (engl. für zerbrechen). Aufgrund seines hohen THC-Gehalts, der oft über 70 % liegt, wird es meist durch Dabben oder Vaporisieren konsumiert. Es zeichnet sich durch eine besonders reine und intensive Wirkung aus. [39]

Strain (Sorte)

Bezeichnet eine genetische Variante von Cannabis, die sich durch spezifische Merkmale wie Wirkung, Aroma, Cannabinoid- und Terpenprofil sowie Wuchsform auszeichnet. Jede Sorte entsteht durch gezielte Züchtung und Kreuzung von Cannabis-Pflanzen, um gewünschte Eigenschaften zu verstärken. Strains werden meist in Indica, Sativa und Hybride unterteilt, wobei jede Kategorie unterschiedliche Effekte haben kann – von entspannend bis anregend. Neben THC- und CBD-Konzentrationen spielen auch Terpene eine wichtige Rolle für Geschmack und Wirkung. Bekannte Sorten sind OG Kush, Blue Dream und Gelato, die sich durch ihre individuellen Eigenschaften und Popularität auszeichnen. [22]
T

Terpene

Terpene sind aromatische Verbindungen, die in Cannabis sowie in vielen anderen Pflanzen vorkommen und für deren Geruch, Geschmack und potenzielle Wirkung verantwortlich sind. Sie verleihen jeder Cannabissorte ihr individuelles Aroma – von fruchtig und süß bis hin zu erdig oder würzig. Neben ihrem sensorischen Einfluss wird vermutet, dass Terpene die Wirkung von Cannabinoiden wie THC und CBD durch den Entourage-Effekt modulieren können. Einige Terpene, wie Myrcen, Limonen und Linalool, werden mit beruhigenden, stimmungsaufhellenden oder entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Die Konzentration und Zusammensetzung der Terpene variiert je nach Sorte, Anbaumethode und Lagerung. [3][27]

Trichome

Trichome sind die harzproduzierenden Drüsen auf den Blüten und Blättern der Cannabispflanze, die für die Produktion von Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden verantwortlich sind. Diese winzigen, oft kristallinen Strukturen verleihen den Blüten ihr frostiges Aussehen und dienen der Pflanze als natürlicher Schutz gegen Fressfeinde, UV-Strahlung und Umwelteinflüsse. Die Dichte und Reife der Trichome sind ein wichtiger Indikator für den Erntezeitpunkt, da sie den THC- und CBD-Gehalt beeinflussen. Neben der direkten Konsumform werden Trichome auch zur Herstellung von Konzentraten wie Kief, Hash und Rosin genutzt, die eine besonders hohe Wirkstoffkonzentration aufweisen. [27][8]
U

UVA Licht / UVB Licht

UVA- und UVB-Licht sind spezielle Ultraviolettstrahlungen, die das Wachstum und die Cannabinoid-Produktion in Cannabispflanzen beeinflussen können.

- UVA-Licht (315–400 nm) ist die mildeste Form von UV-Strahlung und kann das Pflanzenwachstum stimulieren, die Harzproduktion fördern und das Terpenprofil verbessern.

- UVB-Licht (280–315 nm) ist energiereicher und kann die Cannabispflanze leicht „stressen“, was zur erhöhten Produktion von Cannabinoiden wie THC und CBD führen kann, da die Pflanze sich vor der intensiven Strahlung schützt.

Ein gezielter Einsatz von UV-Licht im Indoor-Anbau kann also genutzt werden, um die Qualität und Potenz der Blüten zu steigern. [38]
V

Vaporisieren

Vaporisieren ist eine Methode, bei der Cannabis durch Erhitzung verdampft, aber nicht verbrannt wird. Dabei werden Cannabinoide und Terpene bei Temperaturen zwischen 160 und 230 °C freigesetzt und inhaliert. Im Unterschied zum Rauchen eines Joints entstehen dabei keine Verbrennungsstoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid, die die Lunge belasten können. Da beim Joint Cannabis direkt verbrannt wird, entstehen höhere Temperaturen und potenziell schädliche Nebenprodukte. Das Vaporisieren bewahrt mehr Wirkstoffe und Aromen und gilt als eine schonendere Alternative mit weniger Reizungen für die Atemwege. [46]

Vollspektrum (Full Spectrum)

bezeichnet Cannabisextrakte, die das vollständige Spektrum aller natürlich vorkommenden Cannabinoide, Terpene und Flavonoide der Pflanze enthalten. Diese Zusammensetzung ermöglicht den sogenannten Entourage-Effekt, bei dem die Wirkstoffe synergistisch zusammenwirken und sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken können. Im Gegensatz zu Isolaten oder Breitspektrum-Extrakten enthält ein Vollspektrum-Produkt auch THC, sofern es nicht herausgefiltert wurde. Die genaue Zusammensetzung hängt von der verwendeten Sorte und dem Extraktionsverfahren ab. Diese Extrakte werden oft für medizinische Zwecke genutzt, da sie eine umfassendere Wirkung als isolierte Cannabinoide bieten können. [15][20]
W

Wachstumsphase

Wachstumsphase ist die vegetative Phase der Cannabispflanze, die nach der Keimung beginnt und vor der Blütephase liegt. In dieser Zeit konzentriert sich die Pflanze auf das Wachstum von Blättern, Stängeln und Wurzeln, um eine stabile Struktur für die spätere Blüte zu entwickeln. Die Dauer dieser Phase variiert je nach Sorte und Anbaumethode, beträgt aber in der Regel mehrere Wochen. Während des Wachstums benötigt die Pflanze viel Licht, Nährstoffe und Wasser, um kräftig zu gedeihen. Im Indoor-Anbau bleibt sie in dieser Phase, bis die Beleuchtung auf einen Blütezyklus umgestellt wird, während sie Outdoor natürlich mit den Jahreszeiten in die Blüte übergeht. [8]

Weed

Weed ist ein umgangssprachlicher Begriff für Cannabis, der besonders häufig für die getrockneten Blüten der Pflanze verwendet wird. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „Unkraut“, hat sich aber als gängige Bezeichnung für konsumierbares Cannabis etabliert. In der Cannabiskultur wird Weed in verschiedenen Formen genutzt, darunter zum Rauchen, Vaporisieren oder zur Weiterverarbeitung in Edibles und Konzentraten. Je nach Sorte und Verarbeitung kann es unterschiedliche THC- und CBD-Gehalte sowie individuelle Aromen und Wirkungen aufweisen. Weed ist weltweit einer der bekanntesten Begriffe für Cannabis. [10]

Wedding Cake

Wedding Cake ist eine Indica dominierte Hybridsorte, die für ihre kraftvolle Wirkung und ihr süßes, vanilleartiges Aroma bekannt ist. Sie entstand aus der Kreuzung von Cherry Pie und Girl Scout Cookies, wodurch sie sowohl entspannende als auch leicht euphorisierende Effekte vereint. Neben ihrer beruhigenden Wirkung, die oft zur Stress- und Schmerzlinderung genutzt wird, hat sie ein komplexes Geschmacksprofil mit Noten von Vanille, Erde und leichten Zitrusakzenten. Aufgrund ihres hohen THC-Gehalts wird sie besonders von erfahrenen Konsumenten geschätzt. Ihre dichten, harzigen Blüten machen sie zudem zu einer beliebten Wahl für die Herstellung von Extrakten.

White Widow

White Widow ist eine bekannte Hybridsorte, die für ihre starke Wirkung und die mit Trichomen dicht bedeckten Blüten geschätzt wird. Sie wurde in den 1990er Jahren aus Brazilian Sativa und South Indian Indica gezüchtet und zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus geistiger Anregung und körperlicher Entspannung aus. Ihr Geschmack ist erdig und würzig mit leicht süßen Noten. Ihre robuste Genetik macht sie zudem für den Anbau besonders attraktiv. [22]
Z

Zkittlez

Zkittlez ist eine beliebte Indica dominierte Hybridsorte, die für ihren süßen, fruchtigen Geschmack und ihre entspannende Wirkung geschätzt wird. Sie entstand aus der Kreuzung von Grape Ape und Grapefruit und zeichnet sich durch ein intensives Aroma aus, das an tropische Früchte und Süßigkeiten erinnert. Ihr Name leitet sich von den bekannten „Skittles“-Fruchtbonbons ab, da ihr Geschmack ähnlich bunt und süß wirkt. Trotz ihrer beruhigenden Eigenschaften sorgt sie oft für eine leichte mentale Klarheit, wodurch sie sich für den Konsum am Abend, aber auch tagsüber in moderaten Mengen eignet. [37]

Züchtung

Züchtung bezeichnet die gezielte genetische Entwicklung neuer Cannabissorten, bei der durch Kreuzung und Selektion gewünschte Merkmale verstärkt werden. Züchter kombinieren verschiedene Genotypen, um Eigenschaften wie Wirkung, Aroma, Wachstumseigenschaften und Widerstandsfähigkeit zu optimieren. Dieser Prozess kann mehrere Generationen dauern, bis eine stabile Sorte mit konstanten Merkmalen entsteht. Besonders bei modernen Hybridsorten spielt die Züchtung eine entscheidende Rolle, um spezifische Kombinationen aus Indica- und Sativa-Eigenschaften zu erzielen. Neben der traditionellen Kreuzung wird in der professionellen Züchtung auch auf phänotypische Selektion und gelegentlich genetische Stabilisierungsmethoden zurückgegriffen, um gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. [8]

Referenzen:

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A

Aroma bezeichnet den Geruch und Geschmack von Cannabis, die durch Terpene beeinflusst werden. Es gibt zahlreiche Aromen wie erdig, fruchtig, süß, würzig oder dieselartig. Einige Aromen wirken entspannend, andere belebend. Das Aroma kann durch Anbau, Trocknung und Lagerung verändert werden. Hochwertiges Cannabis hat ein intensives, komplexes Aroma. Viele Konsumenten wählen ihre Sorte basierend auf dem Geruch, da dieser oft mit der gewünschten Wirkung korreliert. [4]

Der Cannabisanbau umfasst die Kultivierung der Pflanze unter verschiedenen Bedingungen, entweder indoor oder outdoor. Beim Indoor-Anbau werden künstliche Lichtquellen, Belüftung und Nährstoffe kontrolliert, um optimale Erträge zu erzielen. Der Outdoor-Anbau nutzt natürliche Sonnenenergie, benötigt jedoch ein geeignetes Klima und Schutz vor Schädlingen. Es gibt auch hydroponische Systeme, bei denen Pflanzen in einer nährstoffreichen Wasserlösung wachsen. Jeder Anbau erfordert Kenntnisse über Lichtzyklen, Nährstoffe und Feuchtigkeit, um gesunde Pflanzen mit hohem Cannabinoid-Gehalt zu erhalten. Die richtige Pflege während der Wachstums- und Blütephase bestimmt die Qualität der Ernte. [2]

Amnesia Haze ist eine bekannte Sativa-Sorte mit einem intensiven zitronigen Aroma. Sie weist in der Regel hohe THC-Werte auf und wird aufgrund ihres charakteristischen Profils häufig geschätzt.Ursprünglich aus südasiatischen und jamaikanischen Landrassen gezüchtet, hat sie mehrere Cannabis Cups gewonnen. Aufgrund ihres hohen Sativa-Anteils dauert die Blütezeit länger als bei Indica-Sorten, was den Anbau anspruchsvoller macht. [51]

B

Der Begriff 'Bud' ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Cannabisblüten und stammt aus den USA. Er wurde in den 1970er Jahren populär, als Cannabis zunehmend in der Hippie- und Reggae-Kultur verbreitet war. Das Wort bedeutet wörtlich 'Knospe' und beschreibt die harzigen Blüten der Pflanze, die am stärksten Cannabinoide enthalten. Bud bleibt ein zentraler Begriff in der Cannabis-Kultur und wird weltweit verstanden. [10]

Die Blütephase ist die entscheidende Phase im Cannabis-Wachstum, in der die Pflanze Blüten bildet. Sie beginnt, wenn die Lichtdauer reduziert wird, meist auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit. Während dieser Zeit entwickeln sich Trichome, die Cannabinoide wie THC und CBD enthalten. Die Blütephase dauert je nach Sorte zwischen 6 und 12 Wochen. Indica Sorten blühen schneller als Sativas. Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffe beeinflussen die Qualität der Blüten. Am Ende der Blüte erfolgt die Ernte, gefolgt von Trocknung und Aushärtung für maximalen Geschmack und Wirkung. [7]

Cannabisblüten sind die harzreichen Teile der Pflanze, die die höchste Konzentration an Cannabinoiden enthalten. Sie werden nach der Ernte getrocknet und entweder als Ganzes konsumiert oder weiterverarbeitet. Blüten gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Dichten, je nach Genetik der Sorte. Hochwertige Blüten sind dicht, mit vielen Trichomen bedeckt und haben ein intensives Aroma. Sie können verdampft, zu Konzentraten verarbeitet oder zur Zubereitung von Tee verwendet werden. Die Potenz variiert je nach THC- und CBD-Gehalt. Blüten müssen richtig getrocknet und gelagert werden, um ihre Qualität zu erhalten und Schimmelbildung zu vermeiden. [6]

Butane Hash Oil ist ein hochkonzentriertes Cannabis Extrakt, das durch Extraktion mit Butangas gewonnen wird. Es hat eine wachsartige bis glasartige Konsistenz und kann sehr hohe THC-Konzentrationen aufweisen, oft über 70 %. BHO wird durch verschiedene Methoden weiterverarbeitet und kann in Form von Shatter, Wax oder Budder vorliegen. Die Extraktion muss unter kontrollierten Bedingungen erfolgen, da Butangas explosiv ist. Die Reinheit hängt von der Qualität der Extraktion und der anschließenden Reinigung ab. Aufgrund seiner Zusammensetzung und Herstellungsweise wird BHO in der Regel nicht für den medizinischen Gebrauch verwendet. [5]

C

Cannabis Extrakte sind konzentrierte Produkte, die durch die Extraktion von Cannabinoiden, Terpenen und anderen Wirkstoffen aus der Cannabispflanze gewonnen werden. Im Gegensatz zu getrockneten Blüten enthalten sie eine höhere Konzentration an Wirkstoffen wie THC und CBD, was zu einer stärkeren und gezielteren Wirkung führt. Die Extraktion kann mit verschiedenen Methoden erfolgen, darunter CO₂-Extraktion, Ethanol-Extraktion oder Butan-Hash-Öl (BHO)-Verfahren. Cannabisextrakte gibt es in unterschiedlichen Formen, darunter Öle, Tinkturen, Harze und Wachse, die je nach Anwendung entweder oral, sublingual, durch Inhalation oder topisch genutzt werden können. [15][18]

Cannabis Öle sind flüssige Extrakte, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden und je nach Herstellungsverfahren unterschiedliche Konzentrationen an Cannabinoiden wie THC und CBD enthalten. Sie werden oft mit Trägerölen wie Hanfsamen-, MCT- oder Olivenöl vermischt, um die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe zu verbessern. Im Vergleich zu anderen Cannabisprodukten ermöglichen Öle eine präzise Dosierung und eine vielseitige Anwendung, etwa sublingual, oral oder als Zutat in Lebensmitteln. Die Wirkung setzt im Gegensatz zum Rauchen verzögert ein, hält aber länger an. Je nach Zusammensetzung werden sie medizinisch oder als Wellness Produkt genutzt. [15]

Cannabinoide sind chemische Verbindungen in der Cannabispflanze, die mit dem menschlichen Endocannabinoid-System interagieren und verschiedene physiologische Prozesse beeinflussen. Die bekanntesten sind THC, das psychoaktive Wirkungen erzeugt, und CBD, das potenziell entspannende Eigenschaften hat. Weitere Cannabinoide wie CBG, CBN und CBC werden für ihre medizinischen Potenziale erforscht. Sie binden an CB1- und CB2-Rezeptoren im Körper und können Schmerz, Entzündungen, Appetit und Stimmung regulieren. Cannabinoide kommen in unterschiedlichen Mengen vor und entwickeln sich je nach Sorte und Wachstumsphase. Sie werden in Form von Blüten, Extrakten oder Ölen konsumiert. [11][43]

Cannabis Sativa ist eine hochwachsende Cannabissorte mit schmalen Blättern und längerer Blütezeit. Ursprünglich aus tropischen Regionen wie Südamerika und Südostasien stammend, ist sie für ihre belebenden und energetisierenden Effekte bekannt. Sativa Sorten fördern oft Kreativität, Konzentration und soziale Interaktion, weshalb sie tagsüber bevorzugt werden. Sie enthalten häufig höhere Terpengehalte wie Limonen, die ein frisches Aroma verleihen. Aufgrund der längeren Blütezeit und des hohen Wuchses benötigen sie mehr Platz und sind schwieriger anzubauen als Indica Sorten. Beliebte Sativa Sorten sind Jack Herer, Amnesia Haze und Durban Poison. [47]

Cannabis Indica ist eine der Hauptarten der Cannabispflanze und stammt ursprünglich aus den Bergregionen Asiens, insbesondere aus Afghanistan, Pakistan und Indien. Indica-Pflanzen sind in der Regel klein, buschig und haben breite, dunkle Blätter. Sie zeichnen sich durch eine kürzere Blütezeit aus und sind bekannt für ihre entspannende, beruhigende Wirkung, weshalb sie oft abends oder zur Schmerzlinderung genutzt werden [14]. Viele medizinische Cannabissorten basieren auf Indica-Genetik, da sie potenziell Muskelverspannungen lösen und den Schlaf fördern können. Typische Indica-Sorten sind Hindu Kush, Mac Doughnut und Hindu Kush. [47]

CBN (Cannabinol) ist ein Cannabinoid, das durch den natürlichen Abbau von THC entsteht, wenn Cannabis altert oder Sauerstoff und Licht ausgesetzt werden. Es ist nur schwach psychoaktiv, hat aber eine potenziell beruhigende Wirkung, weshalb es häufig mit Schlafförderung in Verbindung gebracht wird. CBN wird für seine möglichen entzündungshemmenden, antibakteriellen und schmerzlindernden Eigenschaften erforscht. Mit der Zeit nimmt der THC-Gehalt in Cannabis ab und wandelt sich in CBN um, weshalb ältere Blüten und Konzentrate oft mehr CBN enthalten. Aufgrund dieser Wirkung wird es in einigen Präparaten für Schlafstörungen oder Entspannung genutzt.[44][45]

CBG (Cannabigerol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das als Vorläufer für THC, CBD und CBN dient. Während der frühen Wachstumsphase wird Cannabigerolsäure (CBGA) produziert, die sich später in andere Cannabinoide umwandelt. Da dieser Prozess fortschreitet, bleibt nur eine geringe Menge CBG in ausgereiften Blüten erhalten. Es wird für seine potenziell entzündungshemmenden, antibakteriellen und neuroprotektiven Eigenschaften erforscht. Aufgrund seiner geringen Konzentration ist die Extraktion aufwändig. Es findet Anwendung in Ölen und medizinischen Präparaten und wird zunehmend für therapeutische Zwecke genutzt, insbesondere bei chronischen Schmerzen, Darmerkrankungen und neurodegenerativen Leiden. [42]

CBD (Cannabidiol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das in der Cannabis Pflanze vorkommt. Es interagiert mit dem Endocannabinoid-System und kann potenziell entzündungshemmende, schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften haben. Anders als THC verursacht CBD kein “High”. Es wird häufig in Ölen, Kapseln, Cremes und Lebensmitteln verwendet. Wissenschaftliche Studien untersuchen seine möglichen Vorteile bei Angst, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen. CBD kann aus Hanf oder medizinischem Cannabis extrahiert werden. Es ist in vielen Ländern legal und wird oft als natürliche Alternative zu herkömmlichen Medikamenten genutzt. [12][13][44]

Möglichkeit, ein ärztliches Rezept für medizinisches Cannabis per Videosprechstunde über Telemedizin-Plattformen zu erhalten. Nach ärztlicher Einschätzung wird das Rezept digital ausgestellt und meist direkt an eine Apotheke übermittelt. [52]

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